Praxis für Physiotherapie Inka Länger
Rehabilitationssport - Manuelle Therapie
Berlin - Friedrichsfelde

Praxis für Physiotherapie
Inka Länger
Rehabilitationssport ·
Manuelle Therapie
Berlin - Friedrichsfelde

Otto-Schmirgal-Str. 5
10319 Berlin - Friedrichsfelde

Telefon: (030) 51 06 18 00
Telefax: (030) 51 06 18 01

So erreichen Sie uns:

Unsere Praxis für Physiotherapie Inka Länger befindet sich auf der Otto-Schmirgal-Str. 5, in 10319 Berlin - Friedrichsfelde im "Center am Tierpark" in der 2. Etage. Die Praxis ist rollstuhlgerecht und verfügt über einen Fahrstuhl.

Sie erreichen uns mit der Straßenbahn 17, U-Bahnhof Tierpark (Linie Alexanderplatz - Hömow), U-Bahn 5 und mit dem Bus 296 und 396!

Unsere Sprechzeiten

Montag
08:000 bis 19:00 Uhr
Dienstag
08:00 bis 19:00 Uhr
Mittwoch
08:00 bis 19:00 Uhr
Donnerstag
08:00 bis 17:00 Uhr
Freitag
08:00 bis 14:00 Uhr

und nach Vereinbarung

Wir behandeln alle Kassen und privat!

Hier finden sie unsere neue Preisliste



Wir freuen uns über Ihre Anfragen und Ihr Interesse an unseren Angeboten!

Bitte denken Sie daran, Ihre Telefonnummer oder E-Mail-Adresse in das Kontaktformular einzutragen, damit wir Ihnen die gewünschte Information zukommen lassen können.

Alle Felder mit einem * müssen ausgefüllt werden.
Vorname*:
Name*:
PLZ/Ort:
Telefon:
E-Mail*:
Nachricht*:



Gesundheitsnachrichten

Erfolge in der Schlaganfall-Therapie: Hirnstimulation hilft Patienten, leichter in Bewegung zu kommen

Erfolge in der Schlaganfall-Therapie: Hirnstimulation hilft Patienten, leichter in Bewegung zu kommen

Anlässlich des Welt-Schlaganfall-Tags am 29. Oktober erklärt Dr. Christoph Zrenner vom Hertie-Institut für Hirnforschung neue Therapieansätze bei Schlaganfall-Patienten. Patientin Sandra Friesch berichtet über ihre persönlichen Erfolge mit der Transkraniellen Magnetstimulation.

Jedes Jahr erleiden 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall, und noch immer ist der plötzliche Hirnschlag der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter. Trotz verbesserter Therapien liegt die Erkrankung auf Platz drei der häufigsten Todesursachen. Um das öffentliche Bewusstsein für den Hirninfarkt zu schärfen und über Prävention und Therapien aufzuklären, wurde 2006 der Welt-Schlaganfalltag ins Leben gerufen. Am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH) in Tübingen, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung gefördert wird, widmet sich die Abteilung Neurologie mit Schwerpunkt neurovaskuläre Erkrankungen der Forschung und Therapie rund um den Schlaganfall. So gibt es seit 2018 im Verbund mit dem Tübinger Uniklinikum eine Ambulanz für Transkranielle Magnetstimulation (TMS), an der Patienten und Patientinnen nach einem Schlaganfall durch gezielte Stimulation des Gehirns behandelt werden.

Das stimulierte Gehirn kann Physiotherapie-Übungen leichter umsetzen

„Ein Gehirn, das durch einen Schlaganfall geschädigt wurde, muss in Physiotherapie oder Logopädie durch wiederholtes Üben lernen, sich neu zu organisieren. Darauf ist das Gehirn eines älteren Menschen aber nicht vorbereitet. Durch die TMS aktivieren wir das Gehirn des Patienten und bringen es in einen Zustand, der es ihm erleichtert, neue Netzwerke zu bilden, um die wichtigen Übungen leichter umzusetzen“, sagt Dr. Christoph Zrenner, Neurologe und Laborleiter am HIH. Dazu wird dem Patienten eine Magnetspule an den Kopf gelegt, die durch einen sehr kurzen Stromfluss ein elektrisches Feld im Gehirn erzeugt, das die Nervenzellen aktiviert. Direkt im Anschluss der TMS-Sitzung findet dann die Physiotherapie oder Logopädie statt. „In der Regel spricht das Gehirn über einen Zeitraum von einer Stunde besser auf diese Übungen an“, sagt Dr. Zrenner.

„Manchmal hing ich ewig an einer Kaffetasse fest“
Am HIH arbeitet die Abteilung Neurologie mit Schwerpunkt neurovaskuläre Erkrankungen unter der Leitung von Prof. Ulf Ziemann seit Jahren erfolgreich mit der TMS, so dass 2018 eine eigene Ambulanz gegründet wurde. Sandra Friesch aus Tübingen war eine der ersten Patientinnen. Die 50-Jährige hatte 2011 einen Schlaganfall, kam durch regelmäßige Physiotherapie und vier Reha-Aufenthalte langsam wieder auf die Beine. „Nur meine linke Hand machte mir Sorgen, ich konnte die Finger nicht mehr öffnen, nachdem ich nach etwas gegriffen hatte. Manchmal hing ich ewig an einer Kaffeetasse fest.“ 2018 wurde Sandra Friesch von ihrem Neurologen an die TMS-Ambulanz in Tübingen überwiesen und in 18 Sitzungen für jeweils 25 Minuten behandelt, direkt im Anschluss ging es zur Physiotherapie. „Nach der absolut schmerzfreien TMS gehorchten die Finger wieder, es ging leichter, die Übungen umzusetzen“, erzählt die Mutter zweier Söhne. „Mein Physiotherapeut hat mir früher zwar auch immer gesagt, wie ich die Finger bewegen soll, aber ich konnte es nicht. Versuchen Sie mal, mit dem mittleren Zeh zu wackeln, es funktioniert nicht. So fühlt man sich nach einem Schlaganfall.“

TMS-Helm, VR-Brille: Neue Forschungsprojekte zur Schlaganfall-Therapie am HIH

„Vor allem Patientinnen und Patienten mit Lähmungen im Hand-Arm-Bereich und mit Sprachstörungen profitieren durch die TMS-Behandlung, zu ihnen gibt es die meisten Studien“, so Dr. Zrenner, „aber auch Beinstörungen können behandelt werden.“ Neu ist die TMS-Therapie als solche nicht, seit über 25 Jahren werden Menschen mit Depressionen oder nach einem Schlaganfall mit Hilfe der TMS behandelt. „Uns treibt die Frage an, wann und wie die Stimulation des Hirns durch die gesetzten Pulse genau stattfinden sollte, um für die Betroffenen das beste Ergebnis zu erreichen“, sagt Dr. Zrenner, „es geht also um eine Personalisierung der Behandlung, denn bisher nutzen wir außerhalb der Studien nur Standardprotokolle.“

Die optimale individuelle Therapie für Menschen nach einem Schlaganfall zu entwickeln, ist in der Abteilung von Prof. Ziemann ein wichtiges Anliegen. So arbeitet der Neurologe mit seinem Team im Rahmen des europäischen Forschungsprojektes „ConnectToBrain“ an einem TMS-Helm, der jeden Bereich der Großhirnrinde stimulieren kann. Erste Tests mit Versuchspersonen sind angelaufen, in etwas fünf bis sechs Jahren könnte das Gerät so weit ausgereift seien, dass mit der kommerziellen Herstellung begonnen werden kann. Das wäre dann ein weiterer Schritt, um die personalisierte TMS-Therapie auf den Weg zu bringen.

Mit virtueller Realität das Gehirn trainieren

Das Forschungsprojekt „Rehality“, das im Mai am HIH gestartet ist, will gelähmte Schlaganfallpatienten mit Hilfe von virtueller Realität (VR) unterstützen. Über eine VR-Brille nimmt der Betroffene Bewegungsabläufe wahr, die sein Gehirn anregen sollen, sich umzustrukturieren und neue Aktivitätsmuster zu trainieren. Die „Rehality“-Therapie soll langfristig die Versorgungslücke zwischen stationärer Akutbehandlung, Rehabilitation und häuslicher Therapie schließen. Mit der Marktreife der VR-Brille ist in ein paar Jahren zu rechnen.

Bildunterschrift: Patientin Sandra Friesch während der TMS-Behandlung. Auf ihrem Kopf wurde die Magnetspule angelegt.


Mehr Stroke Units mit Sprachtherapeuten in Kliniken minimieren Risiken von Schluckstörungen

Mehr Stroke Units mit Sprachtherapeuten in Kliniken minimieren Risiken von Schluckstörungen

Die Häufigkeit von Dysphagien, also Schluckstörungen, in Deutschland wird unterschätzt, sagt Prof. Dr. Christiane Lücking von der Hochschule Fresenius in Hamburg. Sie sagt auch, dass zu wenige Krankenhäuser über so genannte Stroke Units mit spezialisierten Sprachtherapeuten verfügen. Dort könnten rechtzeitig Schluckscreenings vorgenommen und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Das Fehlen hat für Patient und Gesundheitssystem ernste Folgen.

Die wichtigste Ursache für eine Schluckstörung ist der Schlaganfall. Laut Angaben der Deutschen Schlaganfallhilfe (zuletzt 2018) erleiden pro Jahr in der Bundesrepublik 270.000 Menschen einen solchen. Circa die Hälfte davon ist in der Akutphase – innerhalb der ersten sechs Wochen nach dem Ereignis – von einer Dysphagie betroffen. Außerdem spielen ernste neuro-degenerative Erkrankungen sowie Tumore eine Rolle.

„Wenn eine Patientin oder ein Patient einen Schlaganfall hat, muss er in Deutschland das Glück haben, in einer Klinik mit einer so genannten Stroke Unit zu landen. Auf dieser akuten Schlaganfallstation muss zwingend eine Sprachtherapeutin oder ein Sprachtherapeut tätig sein, die auch das Vorliegen einer Schluckstörung prüfen“, berichtete Prof. Dr. Christiane Lücking anlässlich ihrer Antrittsvorlesung an der Hochschule Fresenius in Hamburg. „Wir haben diesbezüglich aber einen Versorgungsengpass: Bei weitem nicht alle Krankenhäuser sind mit einer solchen Unit ausgestattet. Insbesondere im ländlichen Raum gibt es diese viel zu selten. Zudem fehlt es häufig an spezialisiertem sprachtherapeutischem Personal.“ Ähnlich sieht es in geriatrischen Abteilungen und Pflegeheimen aus.

Das bedeutet: Ein Schluckscreening wird entweder gar nicht oder wenn doch, dann zu spät durchgeführt. Gerade in der Akutphase können sich Zustände schnell verändern – und das eben auch zum Negativen. Wenn sich die Patientin oder der Patient verschluckt, kann Flüssigkeit oder Nahrung in die Lunge geraten und dort eine Entzündung hervorrufen, die tödlich enden kann.

Außerdem drohen beim Vorliegen einer Schluckstörung Mangel- oder Fehlernährung und Austrocknung. Die Aufenthaltsdauer in der Klinik verlängert sich, eine künstliche Ernährung kann notwendig sein, unter Umständen muss der Arzt operieren. Das bindet personelle und finanzielle Ressourcen und reduziert erheblich die Lebensqualität der Betroffenen.

„Die Sprachtherapeutin oder der Sprachtherapeut auf der Stroke Unit würde direkt ein Screening durchführen und feststellen, ob eine Aspirationsgefahr besteht. Ist die Antwort positiv, ordnet sie oder er sofort eine orale Nahrungskarenz an, auch die Medikation darf keinesfalls über den Mund verabreicht werden“, erläutert Lücking. Schon in diesem frühen Stadium lassen sich zudem Haltungsmanöver in weiterführenden klinischen und bildgebenden Untersuchungen austesten, die das sichere Schlucken möglicherweise erleichtern. Ist es grundsätzlich möglich, kann die Entscheidung fallen, Nahrung und Flüssigkeiten anzupassen. „In dieser Phase lässt sich mit relativ einfachen Mitteln Schlimmeres vermeiden. Man sieht aber auch, was alles passieren kann, wenn die Maßnahmen nicht getroffen werden.“

Für eine Verbesserung des Systems braucht es neben solchen akuten Schlaganfalleinheiten aber auch eine deutlich höhere Anzahl gut ausgebildeter Sprachtherapeuten, was nur dann gelingen wird, wenn die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung für sie besser werden. Außerdem sollten nach Meinung von Lücking auch mehr Einrichtungen über eine Videofluoroskopie (röntgenologisches Verfahren zur Schluckaktanalyse) verfügen. Das bildgebende Verfahren kommt im Verlauf der Diagnose nach dem Screening und der weit verbreiteten Klinischen Schluckuntersuchung zum Einsatz. Gegenüber einem anderen bildgebenden Verfahren mit Endoskop hat es den entscheidenden Vorteil, dass der Begutachter den gesamten Schluckablauf beobachten kann. „Voraussetzung für das alles ist die entsprechende Aufklärung in Politik und Gesellschaft, in den Institutionen wie Heim und Klinik und auch bei den Angehörigen. Sie sind oft die Ersten, die feststellen, dass etwas nicht stimmt.“

05.11.2019 DGA | Quelle: Hochschule Fresenius


Welt-Schlaganfalltag 2019 - Jeder Schritt zählt!

Welt-Schlaganfalltag 2019 - Jeder Schritt zählt!

Präventionsexpertin Miriam Mashkoori rät zu mindestens 150 Minuten moderatem Sport wöchentlich.

Am 29. Oktober ist Welt-Schlaganfalltag. 70 Prozent aller Schlaganfälle wären vermeidbar, sagt die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, insbesondere durch mehr Bewegung.

Pro Jahr erleiden 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Er ist noch immer die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter. Für mehr Prävention spricht, dass viele Schlaganfälle zu verhindern wären - durch ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung, Verzicht auf das Rauchen und regelmäßige Kontrolle der persönlichen Risikofaktoren.

"Jeder Schritt zählt!" lautet das Motto, das die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zum Welt-Schlaganfalltag 2019 ausgibt. Denn Bewegung dürfte wohl der wichtigste "Gesundmacher" sein. "Weil körperliche Aktivität nicht nur die Gefäße gesünder macht, sondern auch weitere Risikofaktoren für einen Schlaganfall wie Bluthochdruck, Diabetes, Depressionen und Übergewicht reduziert", erläutert Miriam Mashkoori, Präventionsexpertin der Deutschen Schlaganfall-Hilfe.

Das Motto "Jeder Schritt zählt!" soll deutlich machen: Es geht nicht um sportliche Spitzenleistungen. Für eine gute Schlaganfall-Prävention kann es zum Beispiel ausreichen, an fünf Tagen in der Woche 30 Minuten zu walken. "Wer 150 Minuten pro Woche moderaten Sport treibt, der macht schon sehr viel richtig. Das entspricht den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO", sagt Mashkoori.

Weltweit liegt das Risiko, in seinem Leben einen Schlaganfall zu erleiden, bei erschreckenden 25 Prozent. Das ist das Ergebnis der "Global Burden of Disease Study", die seit 1992 regelmäßig durch die WHO gemeinsam mit der Weltbank und der Harvard University durchgeführt wird.

Präventionskampagnen sind wenig erfolgsträchtig, wenn sie mit der Angst werben, statt Motivation zu schüren. Deshalb hat die Schlaganfall-Hilfe die Rechnung umgedreht und verkündet die gute Botschaft: "3 von 4 erleiden KEINEN Schlaganfall". Zum Welt-Schlaganfalltag gibt die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe konkrete Handlungsempfehlungen, wie es gelingen kann, ein gesünderes Leben zu führen.

Mehr Informationen im Internetportal der Schlaganfall-Hilfe: www.schlaganfall-hilfe.de