Praxis für Physiotherapie
Inka Länger
· Manuelle Therapie
Berlin - Friedrichsfelde

Otto-Schmirgal-Str. 5
10319 Berlin-Friedrichsfelde

Telefon: (030) 51 06 18 00
Telefax: (030) 51 06 18 01

So erreichen Sie uns:

Unsere Praxis für Physiotherapie Inka Länger befindet sich auf der Otto-Schmirgal-Str. 5, in 10319 Berlin - Friedrichsfelde im "Center am Tierpark" in der 2. Etage. Die Praxis ist rollstuhlgerecht und verfügt über einen Fahrstuhl.

Sie erreichen uns mit der Straßenbahn 17, U-Bahnhof Tierpark (Linie Alexanderplatz - Hömow), U-Bahn 5 und mit dem Bus 296 und 396!

Unsere Sprechzeiten

Montag
08:000 bis 17:00 Uhr
Dienstag
08:00 bis 18:00 Uhr
Mittwoch
08:00 bis 17:00 Uhr
Donnerstag
08:00 bis 18:00 Uhr
Freitag
08:00 bis 12:00 Uhr

und nach Vereinbarung

Wir behandeln alle Kassen und privat!

Hier finden sie unsere neue Preisliste



Wir freuen uns über Ihre Anfragen und Ihr Interesse an unseren Angeboten!

Bitte denken Sie daran, Ihre Telefonnummer oder E-Mail-Adresse in das Kontaktformular einzutragen, damit wir Ihnen die gewünschte Information zukommen lassen können.

Alle Felder mit einem * müssen ausgefüllt werden.
Vorname*:
Name*:
PLZ/Ort:
Telefon:
E-Mail*:
Nachricht*:



Gesundheitsnachrichten

Diagnose Autismus

Diagnose Autismus

Ergotherapeutische Starthilfe für Eltern

Die Formen von Autismus-Spektrum-Störungen zeigen sich in unterschiedlichen – sprich leichten bis schweren, aber vor allem individuellen – Ausprägungen. Für das Umfeld von Kindern mit Autismus ist auch daher nicht immer einfach zu erkennen, dass eine Störung vorliegt; einer der Gründe, weshalb manche betroffenen Kinder ihre Diagnose vergleichsweise spät erhalten. „Im Rahmen der ergotherapeutischen Edukation wollen Eltern unter anderem lernen, besser zu unterscheiden: ist das extreme Verhalten gerade Charaktersache, typisch für die aktuelle Entwicklungsphase wie Trotz oder Pubertät, ist es Autismus-bedingt oder alles zusammen und wie lässt sich zielgerichtet damit umgehen“, gibt David Wild, DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.), einen ersten Einblick in das Spektrum ergotherapeutischer Hilfe bei Autismus.

Wer den Alltag mit einem autistischen Kind reibungsloser gestalten möchte, muss zunächst Verständnis für dessen Verhaltensweisen entwickeln. Voraussetzungen hierfür sind das Wissen zum Störungsbild ebenso wie die (Er-)Kenntnisse zu den Besonderheiten des Kindes. Denn die Schwierigkeiten, die Eltern mit diesen Kindern erleben, sind so verschieden wie die Menschen selbst. Der Ergotherapeut David Wild bestätigt: „Es gibt autistische Kinder, die es schaffen, sich in der Schule angepasst zu verhalten: aufpassen, mitmachen, sich konzentrieren und gute Leistungen zeigen“. Dadurch ist ihr Energiehaushalt regelrecht leergepumpt. Manche brauchen zuerst Ruhe, andere gehen über ihre Grenzen, sind nicht mehr imstande, sich selbst zu regulieren, was sie jedoch selbst genauso bedauern, wie das betroffene Umfeld. Wieder andere kommen mit der Schulsituation nicht zurecht, weil sie dort mehr Reize empfangen, die Unruhe größer ist als zuhause oder es zu unerwarteten, nicht geplanten Ereignissen kommt.

Informations- und Wissensaustausch für Eltern Sind die individuell voneinander abweichenden Ursachen für die Eskalationen des Kindes enttarnt, lassen sich kritische Situationen eher vermeiden. All das herauszufinden, sich ein genaues Bild vom Kind, der Familie und dem Umfeld zu machen, gehört zu den Aufgaben, die bei Ergotherapeut:innen angesiedelt sind. Die ergotherapeutische Intervention ist von Anfang an Teil der Behandlung von Kindern mit Autismus und findet zunächst überbrückend statt, bis ein Platz in einem Autismus-Therapiezentrum zur Verfügung steht. Meist beschäftigen Autismus-Therapiezentren Ergotherapeut:innen; andernfalls gibt es deutschlandweit ergotherapeutische Praxen, die die Arbeit mit dem Kind ambulant fortführen. Um den Eltern im Moment der Diagnose „Autismus“ eine Soforthilfe anbieten zu können, hat David Wild sich etwas Besonderes einfallen lassen: er gibt Elternabende. Wenn möglich vor Ort, Pandemie-bedingt online. Eine Gruppe von zehn Familien erfährt bei ihm an fünf Abenden Grundlegendes zum Störungsbild. Die Diagnose Autismus ist für viele noch immer sehr klischeebehaftet, womit David Wild zumindest bei den betroffenen Eltern durch Wissensvermittlung aufräumt. Er legt ihnen dar, dass Autismus nicht ‚wegtherapierbar‘ ist, sie aber Verständnis für die Eigenarten ihres Kindes erlernen und dadurch einen besseren Umgang miteinander erlernen können. So lassen sich viele Erleichterungen im Alltag erreichen.

Die Innenwelt des Kindes erforschen lernen Darüber hinaus bieten die Treffen Raum für die Fragen der Eltern und – typisch Ergotherapie – das Umfeld; meistens kommen die Großeltern mit. Häufig bringen die Familien Essen als Thema mit: Autistische Kinder stören sich gerne an Optik, Konsistenz, Haptik, Geruch, Form, Farbe oder Temperatur der Nahrung, haben ein sehr eigenes Empfinden. Diese Faktoren sind wenig bekannt und führen mitunter zu der Schlussfolgerung des Umfelds, das Kind äße nicht gerne, was selten stimmt. Nicht nur die Speisen selbst, auch die sozialen Aspekte – beim Essen mit anderen am Tisch sitzen oder sich unterhalten zu müssen – können bei Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen Stress verursachen und zu Eskalationen führen. Diesen Stress versuchen sie zu vermeiden, indem sie sich beispielsweise vom gemeinsamen Essen mit der Familie ausschließen – ein Verhalten, das sie auch in anderen Zusammenhängen zeigen.

Kooperationsbereitschaft des Kindes herbeiführen Die Gruppendynamik der Elternabende wirkt sich von Anfang an positiv aus: Mit dem vom Ergotherapeuten vermittelten Wissen und dem Austausch untereinander gelingt es den teilnehmenden Eltern oft schon sehr schnell, neue Lösungsansätze für Konfliktsituationen zu entwickeln. „Die Elternabende sind auch dazu da, den Prozess des Umdenkens zu initiieren, anders nachzudenken, um tiefergehende Einsichten über die Innenwelt des eigenen Kindes zu gewinnen“, verdeutlicht der Ergotherapeut David Wild eine weitere, wesentliche Bedeutung dieser Gruppenveranstaltung. Weiterhin lernen die Eltern bei den Elternabenden verschiedene Hilfsmittel und Strategien für das tägliche Miteinander einer Familie mit einem autistischen Kind kennen. Tages- oder je nach Schwere der Störung Handlungspläne und andere Strukturen sind im Alltag äußerst hilfreich. Kennen Kinder mit Autismus die auf sie zukommenden Anforderungen und Abläufe, fühlen sie sich sicherer und es kommt zu weniger Entgleisungen. Die Kunst ist jedoch, die Pläne auch an den Bedürfnissen und Wünschen des Kindes zu orientieren, es optimalerweise bereits in der Planungsphase einzubeziehen. Für Kinder mit Autismus gilt dieses für jeden Menschen sinnvolle Prinzip umso mehr, da mit dieser Störung eine ausgeprägte Ich-Bezogenheit einhergeht. Versteht das Kind also, warum etwas so ist, wie es ist, wächst die Kooperationsbereitschaft mitzumachen und sich an Regeln zu halten. So lassen sich viele Diskussionen auf Ausnahmesituationen beschränken.

Zukunftsperspektiven für Kinder mit Autismus Auch auf Ausnahmesituationen bereiten Ergotherapeut:innen vor, arbeiten mit den Betroffenen Strategien aus, um Probleme und Schwierigkeiten oder Unvorhersehbares zunehmend besser zu bewältigen. David Wild berichtet aus der ergotherapeutischen Praxis, wie sehr den Eltern die Befähigung ihrer Kinder, mit Problemen umgehen zu können, am Herzen liegt, was nicht wundert. Ist dies doch eine unabdingbare Voraussetzung, um dem Kind später mehr Selbstständigkeit zu ermöglichen. Den letzten Abend widmet der Ergotherapeut den Chancen, die Kinder mit Autismus haben. Angefangen von der schulischen Entwicklung – mittlerweile erhalten die meisten Kinder mit Autismus im Alter von etwa sechs bis acht Jahren ihre Diagnose – geht es um Zukunftsfragen: ‚wo kann das Kind später arbeiten, wohnen, leben‘. Auch wenn dies bei den wenigsten zu diesem Zeitpunkt relevant ist, können Eltern beruhigter in die Zukunft blicken, wissen sie, dass es eine Perspektive gibt und sie, beziehungsweise ihr dann erwachsenes „Kind“, bei vielem Unterstützung erhalten können.

Informationsmaterial zu den vielfältigen Themen der Ergotherapie gibt es bei den Ergotherapeuten vor Ort; Ergotherapeuten in Wohnortnähe auf der Homepage des Verbandes unter https://dve.info/service/therapeutensuche

09.09.2021 DGA | Quelle: Deutscher Verband Ergotherapie e.V.


So bekommen Kinder mehr Spaß an Bewegung, Spiel und Sport

So bekommen Kinder mehr Spaß an Bewegung, Spiel und Sport

Die Kindersportschule Chemnitz bietet jungen Kindern seit 2005 breitensportliche und sportartunspezifische Bewegungsangebote und wurde selbst wiederholt zum Gegenstand wissenschaftlicher Studien.

„Bewegung, Spiel und Sport im Krippen- und Kindergartenalter. Forschung aus der Praxis für die Praxis“ ist der Titel eines im Universitätsverlag Chemnitz erschienen Sammelbandes, in dem 24 Autorinnen und Autoren ihre langjährigen sportwissenschaftlichen und praktischen Erfahrungen eingebracht haben. Die meisten von ihnen haben eine enge Bindung zur Kindersportschule Chemnitz (KiSS), die im Jahr 2005 zusammen mit einem Sportverein ins Leben gerufen wurde. Das Institut für Angewandte Bewegungswissenschaften und die Professur Fachdidaktik Sport und Bewegungserziehung am Zentrum für Lehrerbildung der Technischen Universität Chemnitz begleiteten bzw. begleiten die KiSS wissenschaftlich.

Das Ziel des Sportprogramms der KiSS Chemnitz war und ist es, breitensportliche und sportartunspezifische Bewegungsangebote für möglichst viele junge Kinder zu schaffen. 16 Jahre nach der erfolgreichen Implementierung dieses ursprünglich baden-württembergischen Sportvereinsmodells in Chemnitz werden nun in dem mehr als 300-seitigen Sammelband zahlreiche praxiserprobte Ideen, Gestaltungsformen und einfach anwendbare Kurskonzepte für vielfältige Bewegungsstunden mit Babys und ihren Eltern sowie Krippen-, Kindergarten- und Vorschulkindern präsentiert. Sie sind für die praktische Anwendung konzipiert, basieren zugleich auf Erkenntnissen wissenschaftlicher Forschung. In der Publikation werden dabei auch Themen mit hoher Relevanz in den Fokus gerückt, wie z. B. Naturerleben, Vielfalt und Integration sowie der Übergang vom Kindergarten zur Schule.

In das Buch eingeflossen sind u. a. auch Erkenntnisse aus Abschlussarbeiten von KiSS-Übungsleiterinnen und -Übungsleitern sowie KiSS-Mitarbeitenden zu forschungs- und praxisrelevanten Themen des Kindersports im Krippen- und Kindergartenalter. Hinzu kommen Beiträge der Herausgeberin und KiSS-Gründerin Katrin Adler aus ihrer Forschungszeit in Karlsruhe am Institut für Sportwissenschaften und an der Pädagogischen Hochschule FH Nordwestschweiz.

Prof. Dr. Meike Breuer, Inhaberin der Professur Fachdidaktik Sport und Bewegungserziehung am Zentrum für Lehrerbildung der TU Chemnitz, schreibt im Vorwort: „Für die abwechslungsreiche Praxis bietet das Buch reichhaltige Anregungen und damit die Grundlage, um Kindern einen freudvollen Zugang zu Bewegung, Spiel und Sport zu ermöglichen. Die inhaltliche Ausgestaltung lässt eine Auswahl verschiedener Bewegungsfelder zu, die alle mit der Lebenswelt der Kinder verknüpft sind.“

Bibliographische Angaben: Bewegung, Spiel und Sport im Krippen- und Kindergartenalter. Forschung aus der Praxis für die Praxis, Katrin Adler & Christian Andrä (Hrsg.), Universitätsverlag Chemnitz, 2021, 307 Seiten, ISBN 978-3-96100-119-4, Preis: 29.90 Euro


Woher kommen Rückenschmerzen? Neue DFG-Forschungsgruppe bewilligt

Woher kommen Rückenschmerzen? Neue DFG-Forschungsgruppe bewilligt

Zwei von drei Menschen sind im Verlauf ihres Lebens von Rückenschmerzen betroffen

Schmerzen im unteren Rückenbereich gehören zu den häufigsten Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems. Sie sind daher von großer medizinischer, sozialer und nicht zuletzt ökonomischer Bedeutung. Die interdisziplinäre Forschungsgruppe „Die Dynamik der Wirbelsäule: Mechanik, Morphologie und Bewegung für eine umfassende Diagnose von Rückenschmerzen“ will grundlegend neue Erkenntnisse darüber gewinnen, wie Rückenschmerzen entstehen, um die Diagnose und Therapie zu verbessern. Dazu vereint das Konsortium Forscher*innen verschiedener Disziplinen und plant, 3.000 Proband*innen mit und ohne Rückenproblemen zu untersuchen.

Außerdem sollen neue therapeutische Ansätze in experimentellen Modellen entwickelt werden. Sprecher der neu bewilligten DFG-Forschungsgruppe ist Professor Dr. Hendrik Schmidt vom Julius Wolff Institut für Biomechanik und Muskuloskeletale Regeneration des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH).

„Zwei von drei Menschen sind im Verlauf ihres Lebens von Rückenschmerzen betroffen“, sagt Professor Hendrik Schmidt, der Leiter der Arbeitsgruppe „Biomechanik der Wirbelsäule“ am Julius-Wolff-Institut des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH). „Und wir können immer noch nicht genau vorhersagen, wer davon betroffen sein wird. Denn Rückenschmerzen haben viele Ursachen. Diesen wollen wir nun auf den Grund gehen.“

Viele Gründe für Rückenschmerzen

Die Gründe, warum der Rücken zu schmerzen beginnt, sind in der Tat vielfältig: Zu den bekannten Ursachen zählen Bewegungsmangel und Übergewicht, falsche Haltung am Arbeitsplatz, häufiges und falsches Heben und Tragen von Lasten. Darüber hinaus können auch bestimmte körperliche Erkrankungen Rückenschmerzen begünstigen. Auch Stress und Alltagssorgen gehen an unserem Rücken nicht spurlos vorüber, denn neben körperlichen Erkrankungen, können auch Stimmung, Lernvorgänge und psychische Belastung mit Schmerzen im Rücken zusammenhängen. Weniger weiß man über genetische Grundlagen, biochemische Mechanismen, soziale Auslöser oder das Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

„Entsprechend können wir auch noch nicht jedem Patienten und jeder Patientin die individuell angepasste Therapie anbieten“, erklärt Schmidt. Gegenwärtig wird bei Rückenbeschwerden auf der Grundlage einer einmaligen körperlichen Untersuchung und/oder bildgebender Verfahren wie MRT und Röntgen eine klinische Diagnose gestellt und damit bestimmte Therapien empfohlen. Diese statischen „Momentaufnahmen“ in einer für die Patienten fremden Umgebung geben jedoch keine ausreichende Information über die zugrundeliegenden Mechanismen von Rückenbeschwerden. Daraus ergeben sich sehr häufig falsche Diagnosen und Therapieentscheidungen, die sich im späteren Verlauf als „Therapieversager“ herausstellen. „Wir wollen diese unbefriedigende Situation durch wissenschaftliche Studien verbessern. In Zukunft muss die Wirbelsäule als Organsystem „mit dynamischer Funktion“ verstanden sowie biochemische und psychosoziale Zusammenhänge miterfasst werden. Wir wollen von einer statischen Kurzzeitanalyse („Momentaufnahme“) zu einem dynamischen Abbild der Wirbelsäule gelangen und dazu Messwerte für die Haltung und das Bewegungsprofil im Alltag erheben. Nur so können wir in Zukunft ein „Therapieversagen“ vermeiden.“

3000 Proband*innen gesucht

Für ihr umfassendes Projekt haben Hendrik Schmidt und seine Co-Sprecher Professorin Dr. Sara Checa vom Julius Wolff Institut für Biomechanik und Muskuloskeletale Regeneration und Professor Dr. Christoph Stein von der Klinik für Anästhesiologie mit Schwerpunkt operative Intensivmedizin am Charité Campus Benjamin Franklin Vertreter*innen der Biomechanik, Orthopädie und Unfallchirurgie, Trainings- und Bewegungswissenschaften, Anästhesiologie, Pharmakologie, Mathematik und Gesundheitspsychologie von der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Medical School Berlin und des Zuse Instituts zur neuen DFG-Forschungsgruppe zusammengerufen. „Wir wollen eine gemeinsame Herangehensweise entwickeln. Wir planen, zusammen mit Priv.-Doz. Dr. Matthias Pumberger vom Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie insgesamt 3000 Probandinnen und Probanden mit und ohne Rückenschmerzen gründlich zu untersuchen, um herauszufinden, woher die Probleme rühren“, so Christoph Stein. Zum Programm zählen u.a. eine Aufnahme mit dem Magnetresonanztomographen (MRT), orthopädische Untersuchungen, Ganganalysen, Kurz- und Langzeit-Funktionsanalysen und Fragebögen zur Ernährung, zum Bewegungsprofil, zur psychologischen und sozialen Situation, experimentelle Studien sowie biometrische Messungen, etwa der Körpergröße und des Gewichts.

Individuelle Behandlung als Ziel

„Unser erstes Ziel ist es, die Rolle und das Zusammenwirken von Morphologie, Bewegung und Mechanik im Bereich des unteren Rückens, also der Lendenwirbelsäule und des Beckens, aufzuklären“, erklärt Sara Checa. „Im nächsten Schritt möchten wir dann herausfinden, wie die individuellen Parameter wie Alter, Geschlecht und Anatomie sowie die biochemischen und psycho-sozialen Faktoren zur Entwicklung von Rückenschmerzen beitragen.“ Tierexperimentelle sowie mathematische Modelle sollen die Studien mit menschlichen Probanden ergänzen. Für das Zusammenführen und die Analyse der so erhobenen großen Mengen an unterschiedlichen Daten werden die Wissenschaftler*innen moderne „Machine learning“ Systeme mit künstlicher Intelligenz einsetzen.
„Wir hoffen natürlich, dass uns diese aufwändigen Untersuchungen neue Möglichkeiten eröffnen, Rückenschmerzen klinisch zu diagnostizieren und individuell die Behandlung zu planen“, sagt Hendrik Schmidt. „Und damit der Volkskrankheit „Rückenschmerz“ erfolgreich begegnen zu können.“

Für die Studie werden Proband*innen im Alter von 18 bis 64 Jahren mit und ohne Rückenschmerzen gesucht. Die Studie beginnt voraussichtlich am 01.01.2022. Informationen unter www.jwi.charite.de/forschung/forschung_biomechanik_auf_organebene/biomechanik_der_wirbelsaeule